Hornhaut mit den richtigen Methoden entfernen – der Test

Prinzipiell ist die Bildung von Hornhaut eine vollkommen natürliche Funktion des menschlichen Körpers. Als die Menschen noch keine Fußbekleidung kannten war die Hornhaut sogar lebensnotwendig, da durch sie insbesondere die Füße vor möglichen Verletzungen geschützt wurden. Mit der Erfindung und Verbreitung von Schuhen wurde die Hornhaut jedoch im Laufe der Zeit vermehrt als lästig und unästhetisch empfunden. Früh wurde nach Möglichkeiten gesucht, die ungeliebte Hornhaut zu entfernen.

ein Hühnerauge

Unterschiedlich stark ausgeprägte Hornhaut

Jeder Mensch hat eine unterschiedlich stark ausgeprägte Hornhaut an den Füßen und auch an den Händen. Ursache dafür ist die Belastung der jeweiligen Körperstellen, beispielsweise durch harte Arbeit oder langes Stehen und Laufen.

Eine extrem stark ausgeprägte Hornhaut kann unter Umständen auch zu einem gesundheitlichen Risiko werden, insbesondere dann, wenn Risse oder oftmals schmerzhafte Schwielen entstehen, welche in Folge zu Infektionen wie beispielsweise Fußpilz führen können. In der Regel sind die meistbetroffenen Stellen, an welchen sich Hornhaut bildet, die Hände und Füße. Der Grund dafür ist, dass diese Körperstellen im Alltag den stärksten Belastungen ausgesetzt sind. Hier bildet sich die Hornhaut zum Schutz der empfindlichen Körperstellen. Im Gegensatz zu dünnen Schichten von Hornhaut, die kaum ein Gesundheitsrisiko darstellen oder ästhetische Probleme verursachen, führen jedoch extrem verdickte Hornhautstellen zu schmerzhaften Rissen.

Hornhaut an den Füßen

Vor allem die Füße sind einer stetigen Reibung und Druck ausgesetzt. Durch schlecht sitzende Schuhe oder barfuss gehen werden die Belastungen maximiert und insbesondere Menschen, die im beruflichen Alltag lange gehen oder stehen müssen, sind von durch die erhöhte Belastung von einer vermehrter Hornhautbildung betroffen. Menschen, die regelmäßig schwere Arbeiten mit den Händen verrichten, sind an den Händen durch die typische Schwielenbildung an den Innenhandflächen oder der Verhornung der Fingerkuppen betroffen. Eine extreme Hornhautbildung sollte im Zweifelsfall immer von einem fachkundigen Arzt abgeklärt werden, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.

Diverse Methoden, Hornhaut zu behandeln

Es bestehen heutzutage zahlreiche Möglichkeiten, die lästige Hornhaut effektiv zu entfernen. Die unterschiedlichsten Sorten von Hornhautentfernern werden in Drogerien, Apotheken, im Supermarkt oder in Reformhäusern angeboten. Dabei reicht das Angebot vom klassischen Hornhauthobel oder Bimsstein bis zum modernen, elektrischen Hornhautentferner. Dabei haben alle Methoden, die ungeliebte Hornhaut zu entfernen ihre Vor-und Nachteile.

Elektrischer Hornhautentferner

Für die einfache und effektive Hornhautentfernung eignen sich elektrische Hornhautentferner besonders gut, da sie leicht zu bedienen sind und zeitsparend eingesetzt werden können. Bei der Produktauswahl sollte stets auf qualitativ hochwertige Hornhautentferner zurückgegriffen werden, um durch die integrierten Sicherheitsmechanismen mögliche Verletzungen zu verhindern.

Die Raspel

Hautstellen, die nur leicht verhornt sind können unkompliziert mit einer Hornhautraspel entfernt werden. Die Klingen der Raspel sind besonders fein, wodurch auch eine Behandlung empfindlicher Hautstellen möglich ist.

Der Hobel

Der klassische Hornhauthobel sollte immer unter großer Vorsicht zum Einsatz kommen. Der Hobel eignet sich insbesondere für die Behandlung von stark verhornten Haustellen.

Der BimssteinDer Bimsstein

Der gute, alte Bimsstein zählt wohl zu den populärsten Hornhautentfernern. Zwar gestaltet sich die Anwendung mit dem Bimsstein etwas zeitaufwändiger, jedoch regelmäßig genutzt verspricht er bei leichter Verhornung entsprechenden Erfolg.

Salben und Cremes gegen Hornhaut

Sogenannte Schrunden-Salben beschleunigen den Heilungsprozess im Falle von starker Hornhaut, die mit schmerzhaften Schrunden einhergeht. Im Falle von sehr schmerzhaften Schrunden sollte immer ein fachkundiger Mediziner aufgesucht werden, um Infektionen professionell behandeln zu lassen. Eine weitere Methode, der Hornhaut den Garaus zu machen besteht darin, die Hautstellen mit einer Hornhautcreme zu behandeln. Diese Variante gilt als besonders schonend, jedoch sollte immer ein qualitativ hochwertiges Produkt gewählt werden, welches die Haut schont und im besten Fall frei von chemischen Zusätzen produziert wurde.

Bewährte Hausmittel und Tipps gegen Hornhaut

Im Hornhautentferner Test überzeugen zahlreiche Produkte und altbewährte Hausmittel. Im ungünstigen Fall von starker Hornhautbildung sollte prinzipiell immer darauf geachtet werden, niemals zu enge Schuhe zu tragen, damit sich die Haut nicht dagegen wehrt und sich die Hornhautbildung noch verstärkt. Es empfiehlt sich, neue Schuhe immer erst am späte Nachmittag zu kaufen, da die Füße dann am größten sind. Personen, die im Alltag sehr lange stehen müssen, sollten die Füße am Abend mit einer hochwertigen Fußlotion eincremen. Als eines der effizientesten Mittel gegen Hornhaut hat sich das Melkfett bewährt. Vor dem Zubettgehen sollten die Füße damit eingerieben und warmen Socken darüber gezogen werden. Bilden sich an bestimmten Stellen immer wieder dicke Hornhautschichten, so dürfen diese Stellen nie abgeschnitten, sondern vorsichtig mit einer Raspel entfernt werden.

Eine gute Fußpflege ist absolut nötig, um Hornhautbildung zu vermeiden. Ein weiteres, altes Hausmittel ist Hirschtalg, eine Mischung aus Schmierseife und Rindertalg, der in der Apotheke erhältlich ist. Nach dem Waschen sollten die Füße gut abgetrocknet und die Salbe dann kräftig einmassiert werden. Über Nacht kann der Hirschtalg dann in die Haut einziehen. Sehr hilfreich und effizient gegen Hornhaut ist auch eine täglichen Behandlung mit Harnsalbe aus der Apotheke. Besonders dicke und feste Hornhaut lässt sich durch das tägliche Einreiben mit 100-prozentigem Aloe Vera Saft sehr gut aufweichen.

Weitere effektive Hausmittel gegen Hornhaut:

Ein Fußbad nehmen und die Füße anschließend mit Ringelblumensalbe einreiben.

Die Hornhaut zweimal täglich mit Schrundensalbe aus der Apotheke eincremen.

Die Hornhaut täglich mit Apfelessig behandeln.

Folgendes Mittel hat sich bereits seit Jahrhunderten bewährt:

1 EL Kamillenblüten ( in der Apotheke erhältlich ) in ein Stück Leinenstoff einschlagen, dann mit ca. 3 EL kochendem Wasser übergießen, sodass das Päckchen vollkommen getränkt ist. Anschließend auf die Hornhautstelle auflegen und mit den Fingern fest andrücken. Alle 15 Minuten eine neue, heiße Kamillen-Packung auflegen. Nach täglichem Durchführen der Prozedur können die Hornhautstellen mit einem Bimsstein entfernt werden.

Die Schnittflächen einer halbierten Zitrone sollten kräftig auf die Hornhautstellen gerieben werden. Die Hornhautstellen mehrmals täglich mit australischem Teebaumöl einreiben.

Weiterlesen

Cortisonsalbe – vielseitiges Medikament mit schlechtem Ruf

Wohl kaum ein Medikament ist umstrittener als Cortison. Der dem Cortisol, einem körpereigenem Hormon aus der Nebennierenrinde, nachempfundene Wirkstoff wird bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern eingesetzt. Oftmals wird es auch als Universal-Medikament angesehen, welches gute Erfolge erzielt. Dennoch bringt es auch diverse Nebenwirkungen mit sich, selbst wenn es lediglich oberflächlich auf der Haut als rezeptfreie Creme angewandt wird.

Cortisoncreme

Hier hilft Cortison

Cortison haltige Arzneimittel, die vor allem schnell im Körper ihre entzündungshemmende Wirkung entfalten, werden seit 1948 erfolgreich bei vielen Erkrankungen eingesetzt. So hilft das Medikament in Tablettenform unter anderem bei:

  • rheumatischen Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Morbus Crohn
  • Multiple Sklerose
  • Autoimmunkrankheiten
  • Allergien

Besonders bei Letzterem können Sie Cortison auch äußerlich als Salbe anwenden. Pusteln, Rötungen, Juckreiz und andere Hautirritationen werden so unterdrückt. Um sich eine solche Cortisonsalbe zu kaufen, ist jedoch nicht immer der Gang zum Arzt erforderlich. Sie können viele Präparate auch rezeptfrei online bestellen oder sich in der Apotheke vor Ort besorgen. Allerdings sind diese nicht weniger Arm an Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen als medizinischer Fluch und Segen

Vor allem innerlich angewendet, zeigen sich in Verbindung mit Cortison unterschiedliche Nebenwirkungen. Besonders bei Langzeitanwendern lässt sich oftmals die folgenden unerwünschten Effekte beobachten:

  • Cushing-Syndrom
  • Anstieg des Blutdruckes
  • Trübung der Augenlinse
  • Erhöhte Anfälligkeit von Infekten
  • Verringerung der eigenen Hormonproduktion

Zwar verringert sich das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen bei lokaler Anwendung auf Ihrer Haut, dennoch können bestimmte unerwünschte Symptome bei der Behandlung auftreten. Cortisonsalben verringern die Kollagenbildung der Haut. Dies zeigt sich meist in Form von Rissen, Rötungen und dünnen Hautpartien. Ebenso lässt sich häufig eine gestörte Wundheilung feststellen. So wiederum erhöht sich ebenfalls die Infektionsanfälligkeit, da der Barriereschutz der Haut stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Daher können Sie hochdosierte, Cortison haltige Medikamente nur über ein Rezept vom Arzt erwerben. Rezeptfrei erhältliche Cortisonsalben enthalten meist Hydrocortison, welches mit einer Konzentration von höchstens 0,5% auch ein deutlich niedrigeres Risiko von Nebenwirkungen mit sich bringt. Diese können Sie in Apotheken kaufen oder auch online bestellen. Dennoch sollten Sie die möglichen Negativeffekte des Medikamentes niemals unterschätzen oder verharmlosen.

Cortisonsalbe auch in der Schwangerschaft?

Immer wieder tritt die Frage auf, ob und welche Medikamente in der Schwangerschaft eingenommen und angewandt werden können. Vor allem, wenn juckende Haut oder Ausschlag auftreten, ist der Griff zur Cortisonsalbe verlockend. Und auch Gynäkologen sind dazu geneigt, durch die schnell zu erzielende Linderung auf Cortison-Präparate zurückzugreifen. Da viele Schwangere aber auch dem aktuellen Trend zur Selbsttherapie folgen, sind Cortisonsalben bei Hautproblemen auch in der Schwangerschaft gefragt. Im Zweifel gilt auch hier für Sie: Fragen Sie den Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens.

Vor allem, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche rezeptfreie Salbe für Sie geeignet ist. Zwar gibt es seit einiger Zeit eine neue Leitlinie hinsichtlich der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit, dennoch sollte der Einsatz nur nach Abwägung des Nutzens stattfinden. Ebenso sollte er sich auf die nötigste Dauer beschränken. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker auf alternative Möglichkeiten in Form von Hausmitteln oder Salben mit ähnlichen Wirkweisen an. Diese können Sie oftmals ebenso rezeptfrei kaufen oder bestellen.

Alternativen zu Cortisonsalben – was noch helfen kann

Gerade bei trockener, schuppiger Haut müssen Sie nicht zwangsläufig zu Cortison haltigen Substanzen greifen. Gut bewährt haben sich unter anderem Cremes mit Harnstoff. Harnstoff selbst ist ein bekannter Stoff, der auch der Alternativmedizin eine große Rolle spielt. Allerdings raten Wissenschaftler und Ärzte von einer Eigenurintherapie ab, da es hier keine erfolgreichen Studien zur Wirkweise gibt. Ein pflanzlicher Wirkstoff, den Sie als Ersatzmittel anwenden können, ist der Extrakt aus der Ballonrebe, auch als Cardiospermum halicacabum bekannt. Die Cremes und Salben mit diesem Wirkstoff wurden an der Hautklinik in Karlsruhe aus erfolgsversprechende Entzündungshämmer getestet, die ebenso starken Juckreiz lindern können.

Als Hausmittel kann auch Honig eingesetzt werden. Durch den starken Zuckergehalt wirkt er vor allem antibakteriell und mindert so auch das Entzündungsrisiko bei einigen Hauterkrankungen oder auch Stichen. Allerdings sollten Sie daran denken, dass Honig auch Allergien auslösen kann. Bei der Wahl des passenden Ersatzstoffes sollten Sie auch berücksichtigen, was genau behandelt werden soll. Ein Sonnenbrand oder ein Insektenstich muss nicht zwangsläufig mit Cortisonsalben behandelt werden. Denn Cortison ist zwar ein vielseitiges aber dennoch nicht risikofreies Medikament.

Weiterlesen